Ein riesiger aufblasbarer Mond mitten in der Kirche, hunderte bunte Plexiglasscheiben im Gewölbe, eine goldene Wand aus Lebensrettungsfolie: Der Cityadvent in der Überwasserkirche in Münster ist eine Kunstinstallation im Kirchenraum, die seit 20 Jahren im Advent hunderttausende Besucherinnen und Besucher anlockt und eine Auszeit im vorweihnachtlichen Trubel bietet. Rupert König ist der künstlerische Kurator des Cityadvents und selbst Künstler. In der neuen Folge von „kannste glauben“ spricht er darüber, warum es wichtig ist, dass die Kirche Raum bietet, um Kunst zu erleben, und welche Situation des Cityadvents für Gänsehaut bei ihm sorgt.
In einem Land, in dem Krieg herrscht, haben sie sich entschieden zu bleiben: Abt Nikodemus Schnabel und seine Mitbrüder leben auch ein Jahr nach Ausbruch des Krieges weiter in Israel. Zum zweiten Mal berichtet der Leiter des Klosters in Tabgha nahe des Libanon und der Dormitio-Abtei in Jerusalem, eine der meistbesuchten christlichen Stätten in Israel, bei „kannste glauben“ vom Leben in Israel: von der täglichen Flucht in den Luftschutzbunker, von Angriffen auf der Straße, aber auch von gemeinsamen Sternstunden der Religionen.
Informationen zur Weihnachtsaktion der Dormitio-Abtei in Jerusalem gibt es im Internet auf dormitio.net/weihnachtsaktion. Die Möglichkeit zur Spende gibt es auf dormitio.net/spenden.
Die politischen Entwicklungen in Deutschland machen Stephan Orth Sorgen. „Wen oder was soll ich im Moment wählen?“, fragt sich der Theologe, der früher viele Jahre in Münster politisch aktiv war. Vor dem Hintergrund der Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und in Brandenburg spricht er in der neuen Folge von „kannste glauben“ mit Moderatorin Ann-Christin Ladermann darüber, ob die Demokratie in Gefahr ist. Welche Rolle spielt die Kirche? Sollte sie Wahlempfehlungen aussprechen? Und was kann jede und jeder Einzelne tun, um die Demokratie zu stärken? Stephan Orth ordnet politische Entwicklungen ein – und bringt sie mit der christlichen Botschaft zusammen.
Annamaria und Angela aus Borken sind verheiratet und haben eine Tochter. Der Glaube ist den beiden gebürtigen Italienerinnen wichtig, unbedingt möchten sie diesen an ihre Tochter weitergeben. Dass sie sich in der katholischen Kirche als lesbisches Paar mit Kind nicht immer willkommen fühlen, gibt ihnen zwar einen Stich – an ihrem tiefen Glauben ändert es allerdings nichts. In der neuen Folge von „kannste glauben“ erzählen die beiden von ihren streng gläubigen Elternhäusern, von Glaubensritualen im Alltag mit ihrer Tochter und von einer Geburtstagsparty, zu der sie offiziell nicht eingeladen sind, aber trotzdem hingehen.
Wenn Polizistinnen und Polizisten Schlimmes erlebt haben, ist Björn Thedering zur Stelle. Er hört zu – und ist nah dran: Bei Demonstrationen, Großereignissen oder auf Streifenfahrt. Der Pastoralreferent ist Polizeiseelsorger in der Polizeidirektion Oldenburg, er begleitet Polizeibeamte nach besonderen Belastungen und lehrt an der Polizeiakademie Niedersachsen. Seit genau 100 Jahren gibt es die Polizeiseelsorge im Bistum Münster. In der neuen Folge von „kannste glauben“ erzählt Björn Thedering von der Leidenschaft für seinen Beruf, die schönen Momente, aber auch die schwierigen Einsätze und darüber, wie er Studierenden beibringt, eine Todesnachricht zu überbringen.
Unzählige Male ist Hans-Gerd Paus in seinem Leben schon gepilgert, doch die aktuelle Tour ist für ihn ein Herzensprojekt: Seit Juli 2023 pilgert der Priester vom nördlichsten zum südlichsten Punkt Europas und vom östlichsten zum westlichsten – insgesamt rund 11.000 Kilometer! In der neuen Folge von „kannste glauben“ berichtet er von seinen Erlebnissen der erste Etappe, von brenzligen Situationen und prägenden Begegnungen. Hans-Gerd Paus erklärt, was ihm das „Unterwegs-Sein“ bedeutet, und welche eine Frage ihn in jedem neuen Land beschäftigt.
Auch 30 Jahre nach dem Krieg ist Bosnien-Herzegowina ein gespaltenes Land. Jungen Menschen fehlen die Perspektiven. Die Gründe liegen in ethnischen Spannungen, religiösen Feindseligkeiten und überfälligen Reformen. Die katholische Kirche vor Ort versucht diese Wunden zu heilen – unter anderem mit der Unterstützung des Osteuropa-Hilfswerks Renovabis. Eines von vielen geförderten Projekten ist das Jugendzentrum „Johannes Paul II“ in Sarajevo. Der bosnische Priester Šimo Maršić leitet die Einrichtung, in der alle jungen Menschen unabhängig von ihrer Religion willkommen sind. In der neuen Folge von „kannste glauben“ erklärt Šimo Maršić, welche Bedeutung der Namensgeber des Jugendzentrums hat, was hinter dem Leitwort „Mit kleinen Schritten“ steckt und welche Zukunft er sich für die Jugendlichen in Bosnien-Herzegowina wünscht.
Ein Berliner Großstadtseelsorger machte Karfreitag 1924 den Anfang: Er sprach zum ersten Mal eine Verkündigungssendung als Kirchenvertreter im Radio. 100 Jahre später sind Sendungen der Kirchen fester Bestandteil des Radioprogramms. Klaus Nelißen ist stellvertretender Katholischer Rundfunkbeauftragter der NRW-Diözesen beim WDR. In der neuen Folge von „kannste glauben“ spricht der Theologe und Pastoralreferent des Bistums Münster über die Meilensteine der 100-jährigen Geschichte der Radioverkündigung, was Menschen heute von den Sendungen der Kirche erwarten und wie es gelingt, Gott an den Küchentisch und ins Auto zu holen.
Vor acht Jahren flüchtete Rahaf Aldabbagh aus ihrer Heimat Syrien. Rassistische Anfeindungen erlebt die zweifache Mutter seitdem regelmäßig im Alltag – in der Warteschlange, im Bus, im Hausflur. Eine Weiterbildung zur Kulturmittlerin im Haus der Familie in Münster hat das Leben der ausgebildeten Ingenieurin verändert. In der neuen Folge von „kannste glauben“ spricht Rahaf über ihren Neuanfang, über ihre Erfahrungen mit Rassismus und sagt, wie willkommen sie sich in Deutschland fühlt.
Ivan Kozak ist 19 Jahre alt und vor zwei Jahren allein aus der Ukraine nach Altenberge geflüchtet. Seine Mutter ist nachgekommen, sein Vater und seine Großmutter sind in der Ukraine geblieben – die Familie ist zerrissen. Am 24. Februar jährt sich der Ausbruch des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine zum zweiten Mal. Die Hoffnung auf Frieden bleibt. Auch bei Ivan Kozak und Mariya Sharko, ebenfalls gebürtige Ukrainerin. In der neuen Folge von „kannste glauben“ sprechen die beiden über den Stand der Integration in Deutschland und die Pläne der Ukrainerinnen und Ukrainer für ein Leben mit dem Krieg.