In ihren blauen Westen sind sie am Bahnhof schon von weitem gut zu erkennen. Die Mitarbeitenden der Bahnhofsmission sind für jeden Menschen da, der Hilfe braucht – Reisende, Obdachlose oder Menschen mit Arbeit und Wohnung, denen das Geld zum Leben nicht reicht. Nach elf Jahren übergibt Tine Kockmann die Leitung der Bahnhofsmission in Münster an Jana Höll. Die beiden Sozialarbeiterinnen sprechen in der neuen Folge von „kannste glauben“ darüber, wie man gesellschaftliche Entwicklungen in der Bahnhofsmission erkennen kann, und wo die „Frohe Botschaft“ in der ökumenischen Einrichtung gelebt wird. Und Tine Kockmann verrät, warum eine Plastikrose ihr Herz bis heute bewegt.
Das war schon ein überwältigendes Gefühl für Sebastian Piel: 1.600 Kinder und Jugendliche singen „Gib Frieden“ – das Mottolied, das der 36-Jährige für das bundesweite Jugendchorfestival „Pueri Cantores“ in Münster komponiert hat. Sebastian Piel ist Kantor an der Basilika in Kevelaer und entdeckte als kleiner Junge bei den Essener Domsingknaben seine große Leidenschaft für die Musik. 2015 begann er, in Kevelaer einen Knabenchor aufzubauen. Rund 90 Jungen sind es inzwischen, die wöchentlich zu Chorprobe und Stimmbildung kommen, aber auch gemeinsam Filme schauen oder Playstation zocken. In der neuen Folge von „kannste glauben“ teilt Sebastian Piel sein Geheimrezept, um Kinder und Jugendliche fürs Singen zu begeistern, und erklärt, weshalb geschlechtergetrennte Chöre eine Berechtigung haben.
Er feiert Gottesdienste am Strand, hat ein offenes Ohr für Menschen, denen er noch nie begegnet ist – und lebt da, wo andere Urlaub machen: Egbert Schlotmann ist katholischer Priester und Pfarrer auf der Nordseeinsel Wangerooge, der nördlichste Punkt des Bistums Münster. In den Ferien bekommt er Unterstützung von den Teams für die Urlauberseelsorge, Ehrenamtliche aus ganz Deutschland, die ein kreatives und spirituelles Programm für Touristen und Inselbewohner anbieten. In der neuen Folge von „kannste glauben“, die wir auf Wangerooge unmittelbar neben dem Strand, den Dünen und der Kirche St. Willehad aufgezeichnet haben, spricht Egbert Schlotmann über das Leben auf Wangerooge, seine Arbeit als Pfarrer und darüber, warum sich Wind und Meer auf einer Insel auch auf den Glauben auswirken.
Eine schicke Altbauwohnung in Berlin, stylische Designermöbel, zwei flauschige Katzen – so ungefähr sahen Sophias Pläne fürs Leben aus, als es sie nach dem Abitur aus einer Kleinstadt bei Karlsruhe zum Studium nach Bremen zog. Ein kurzer Stopp im Kloster stellte alles auf den Kopf: Heute ist Schwester Sophia Gisa (31) ausgebildete PR-Beraterin, sie studiert Soziologie und Medienwissenschaften – und ist Franziskanerin von Sießen. Auf ihrem Instagram-Account nimmt die ungewöhnliche Ordensfrau ihre Follower mit durch ihren Lebens- und Glaubensalltag und ermöglicht (digitale) Begegnungen. Mit Moderatorin Ann-Christin Ladermann spricht sie in der neuen Folge von „kannste glauben“ über Entscheidungen im Leben, über große Gefühle, das Verliebt-Sein und über Glaubenskommunikation heute.
Sie schimmern bunt, strahlen in unterschiedlichen Farben, je nach Lichteinfall. Den Lichtkreuzen von Ludger Hinse begegnet man in Kirchen und an weltlichen Orten. In ihnen stecken ein politisches Statement und eine christliche Botschaft. Welche genau, darüber spricht der Bergarbeiter-Sohn aus Recklinghausen und frühere Vorsitzende der IG-Metall in der neuen Folge von „kannste glauben“. Im Gespräch mit Moderatorin Ann-Christin Ladermann gibt er Einblicke in seine Berufung zum Künstler, er erklärt, welche Wirkung Licht auf den Menschen hat und was er von reduzierter Beleuchtung als Mittel in der Energiekrise hält.
Mehr als 1200 Jahre katholisches Leben befindet sich im Bistumsarchiv in Münster. Es ist das Gedächtnis des Bistums Münster. Ein Ort, wo Menschen der eigenen Familiengeschichte auf die Spur kommen können. In der neuen Folge von „kannste glauben“ gibt Lennart Metken einen Einblick in seine Arbeit als Archivar und in die „Schätze“ des Archivs. Er erklärt, wie man 600.000 Papierseiten digitalisiert und warum ein amerikanisches Ehepaar aus Illionis 7.000 Kilometer für einen Besuch ins Bistumsarchiv in Münster zurückgelegt hat.
Von der Ferieninsel Ameland meldet sich „kannste glauben“, der Podcast des Bistum Münster, mit einer Sommerferien-Ausgabe. Dünen, Meer, Strand – Hendrik Roos fühlt sich ab dem ersten Moment entschleunigt, wenn er die Insel Ameland betritt. Wie oft der 27-Jährige schon dort war – er hat aufgehört zu zählen. Erst mit der Familie, dann im Ferienlager, seit vier Jahren gehört er zum Pastoralteam, das mit den Ferienlagern auf Ameland Gottesdienst feiert und den Gruppen bei Bedarf beratend zur Seite steht. Allein aus dem Bistum Münster sind rund 5.000 Kinder und Jugendliche jeden Sommer auf der Nordseeinsel. Hendrik und das restliche Pastoralteam möchten eine positive Erfahrung mit der Kirche und eine gute Zeit auf Ameland ermöglichen. In der neuen Folge von „kannste glauben“ erzählt er, wie das gelingt.
Gespräche mit Betroffenen von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche gehören für Peter Frings zum Alltag. Routine werden sie nie sein. Seit drei Jahren ist er der Interventionsbeauftragte im Bistum Münster. Wird ein Missbrauchsverdacht gemeldet, koordiniert er alle notwendigen Maßnahmen. Kurz nach Veröffentlichung der Studie zum sexuellen Missbrauch im Bistum Münster gibt Peter Frings bei „kannste glauben“ einen Einblick in seine Arbeit. Im Gespräch mit Moderatorin Ann-Christin Ladermann berichtet er, welche Frage Betroffene besonders beschäftigt, was ihn bei seiner Arbeit antreibt und wie er persönlich es schafft, täglich mit dem Thema Missbrauch konfrontiert zu sein.
Hell und Dunkel kann sie noch grob voneinander unterscheiden. Ansonsten ist Christiane Bernshausen aus Dülmen seit 15 Jahren nahezu blind. Vieles musste sie aufgeben. Ihre Leidenschaft, das Singen im Chor der katholischen Pfarrei nicht. Im Bistum Münster engagiert sie sich dafür, dass Menschen mit Sehbehinderung in der Kirche dabei sein können: Sie hat barrierefreie Führungen durch den Dom mitentwickelt, organisiert Besinnungstage – und ermutigt zu einem Perspektivwechsel. Wie inklusiv ist die Kirche? Über diese und weitere Fragen spricht Ann-Christin Ladermann mit ihr in der neuen Folge von „kannste glauben“.
In Europa herrscht Krieg. Wochen voller Zerstörung, Elend und Tod sind vergangen. Viele Ukrainerinnen und Ukrainer mussten ihr Zuhause verlassen und fliehen, mit selten mehr als einem Koffer und ohne Ziel. Sie sind auf Unterstützung angewiesen. Max Dreckmann hat, wie so viele andere, geholfen. Dreimal ist der Pastoralassistent aus der Pfarrei St. Franziskus in Münster zur ukrainischen Grenze gefahren, hat Hilfsgüter abgeliefert und Flüchtlinge mit nach Deutschland genommen. In der neuen Folge von „kannste glauben“ berichtet der 37-Jährige von seinen Hilfseinsätzen, von der überwältigenden Dankbarkeit vor Ort, von langen Autofahrten mit ukrainischer Musik und von Schicksalen, die er niemals vergessen wird.